Der Weg zur DIN-Norm

 

Für den Erfolg einer Idee ist häufig entscheidend, wie schnell sie im Markt verbreitet wird.

Die Erarbeitung einer DIN-Norm erfolgt nach einem festgelegten Verfahren, beschrieben in DIN 802-4, Normungsarbeit – Teil 4: Geschäftsgang (Abbildung 2). Anträge auf neue nationale Normungsarbeiten dürfen bei DIN von jeder Person gestellt werden. Über die Annahme eines Normungsantrages wird die Öffentlichkeit informiert.

Die weitere Bearbeitung des Normungsantrages erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit im zuständigen Arbeitsausschuss. Über die Veröffentlichung eines Norm- Entwurfs ist die Öffentlichkeit zu informieren. Hierzu wird der Titel der Norm einschließlich der Beschreibung im DIN Anzeiger veröffentlicht. Zusätzlich kann jeder Norm-Entwurf nach Registrierung im Norm-Entwurfsportal von DIN kostenlos eingesehen und kommentiert werden (http://www.din.de/de/mitwirken/entwuerfe).

Nach Ablauf der Einspruchsfrist erfolgt die Beratung der Stellungnahmen im zuständigen Gremium, wobei die Stellungnehmenden einzuladen sind.

Ist das Bearbeiten eines Normungsvorhabens soweit gediehen, dass alle zum Norm-Entwurf eingegangenen Stellungnahmen behandelt sind, beschließt der Arbeitsausschuss die Veröffentlichung als Norm einzuleiten. Die Veröffentlichung erfolgt über den Beuth Verlag (www.beuth.de).

Entsprechend diesem festgelegten Verfahren wird derzeit auch das neue Normungsvorhaben DIN 13063 „Krankenhausreinigung“ im Arbeitsausschuss NA 053-02-04 AA „Krankenhausreinigung“ erarbeitet. Hierfür haben sich die Gremienmitglieder in drei Ad-hoc-Gruppen aufgeteilt, um Arbeitsentwürfe mit Blick auf die Themen „Prozessqualität“, „Strukturqualität“ und „Ergebnisqualität“ zu erarbeiten. Diese Arbeitsentwürfe werden in einem weiteren Schritt zusammengeführt, um einen Gesamtentwurf zu erstellen. Abschließend wird die Erstellung eines Leistungsverzeichnisses vorzunehmen sein.

Die Notwendigkeit des Normvorhabens spiegelt sich in den zahlreichen Anfragen zur Mitarbeit wider. Basierend auf der Richtlinie für Normenausschüsse sind alle Stakeholder im Gremium vertreten, und das Gremium hat in Absprache mit dem zuständigen Lenkungsgremium eine erhöhte Teilnehmerzahl festgelegt, die schon erreicht ist. Daher können keine weiteren Mitarbeiter aufgenommen werden. Eine weitere Beteiligung der Öffentlichkeit an dem Projekt ist bei Veröffentlichung des Norm-Entwurfs möglich.

Melanie Reese (Obfrau der Gremiums)

Kontakt:

DIN Deutsches Institut für Normung e.V.,
Am DIN-Platz, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin

Weitere Informationen:
www.din.de/go/nark

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